Wer behauptet, dass Langstrecken mit dem Elektroauto stressig sein müssen, der ist noch nicht mit dem E-Auto gereist. Für uns ging es für eine Woche von Baldham über Braunschweig und Lüneburg bis ganz hoch an die Ostsee nach Laboe – und über die A7, A3 und A9 wieder zurück. Das Fazit vorweg: Auf den insgesamt 2.000 Kilometern war es die entspannteste und günstigste Autofahrt, die wir je hatten.
Hier ist unser detaillierter Reisebericht zum Nachfahren!
Die Hinfahrt: Über Braunschweig und Lüneburg nach Laboe/Kiel
Etappe 1: Start in Baldham & erster Ladestopps kurz vor Bayreuth
Mit einem Ladestand (SoC) von 95 % unseres BMW iX1 ging es in Baldham entspannt los. Unser Ziel für den ersten Zwischenstopp war nach 2h der Autobahnrasthof in Plech.
- Der Stopp: Während der iX1 Saft tankte, gab es für uns einen schnellen Kaffee und eine Semmel auf die Hand.
- Das Ergebnis: Nach gerade einmal 24 Minuten war der Akku schon wieder auf 95 % geladen – perfektes Timing, um ohne große Verzögerung weiterzuziehen.
Der nächste geplante Halt war der Autohof Nempitz in der Höhe von Leipzig. Auch hier lief alles wie am Schnürchen: Dank der dortigen HPC-Schnelllader (High Power Charger) reichten kurze 22 Minuten, um den Akku wieder fit für die Weiterfahrt zu machen. Die Wartezeit nutzen wir für einen kleinen Spaziergang um die Beine zu vertreten.
Etappe 2: Der „E-Auto-Joker“ in Braunschweig
In Braunschweig wollten wir Freunde besuchen. Wer die Stadt kennt, weiß: Die Parkplatzsuche kann hier nervenaufreibend sein. Nicht so mit dem E-Auto! Wir konnten unseren iX1 an einem 22-kW-Lader in unmittelbarer Nähe abstellen.
Während wir zweieinhalb Stunden lang gemütlich Kaffee tranken und anschließend im Park spazieren gingen, lud das Auto stressfrei auf. Besser kann man Parkplatzsuche und Ladeweile nicht kombinieren.
Etappe 3: Über Lüneburg an die Ostsee
Nach dem Aufenthalt in Braunschweig ging es über die Bundesstraße 4 weiter nach Lüneburg, wo wir am frühen Abend ankamen. Beim Buchen hatten wir extra auf ein Hotel mit Lademöglichkeit geachtet, sodass wir am nächsten Morgen mit einem vollgeladenen Wagen starten konnten. Die letzte Etappe führte uns über Bad Segeberg bis an unser finales Ziel: Laboe an der Ostsee.
Die Rückfahrt: Eine Woche später über die A7, A3 und A9
Nach einer herrlichen Woche an der Ostsee und kleineren Spritztouren in der Umgebung, traten wir die Heimreise an – dieses Mal auf einer anderen Route, um zügig voranzukommen.
Zuerst ging es auf die A7 Richtung Süden, wobei wir einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg einlegten. Danach folgten wir der Route über die A3 vorbei an Nürnberg und schließlich die A9 zurück nach Baldham.
Und was sollen wir sagen? Auch auf dem Heimweg wiederholte sich unser durchweg positiver Eindruck von der Hinfahrt auf ganzer Linie. Die Ladeinfrastruktur entlang dieser Hauptverkehrsachsen ist mittlerweile so dicht und zuverlässig ausgebaut, dass der iX1 und wir zu keinem Zeitpunkt ins Schwitzen kamen. Die Ladestopps fügten sich erneut ganz natürlich in den Rhythmus unserer Fahrt ein, zwei Stunden fahren, dann eine kleine Pause.
Unser Fazit nach insgesamt 2.000 Kilometern im E-Auto
„Der Wagen erzeugt ein so entspanntes und leises Fahrgefühl, wie ich es bisher noch nie erlebt hatte.“
- Das Fahrgefühl: Wir sind auf der Autobahn meistens um die 120 km/h In Kombination mit der hervorragenden Geräuschdämmung des iX1 war die Fahrt pure Entspannung. Man kommt selbst nach hunderten Kilometern einfach viel erholter an.
- Die Ladeinfrastruktur: Die Sorge vor der Reichweite ist völlig unbegründet. Das Laden war auf der gesamten Strecke von Nord nach Süd extrem einfach und flächendeckend vorhanden.
- Die Kosten im Blick: Ein riesiger Vorteil war für uns der BMW / Ionity Tarif. Da das Ladenetz so dicht ausgebaut ist, konnten wir auf der Hin- und Rückfahrt gezielt Ladepunkte auswählen, die mit unserem Tarif besonders attraktiv und kostenreduziert waren. Das schont die Urlaubskasse spürbar.
- Ladekosten für Hin- und Rückfahrt, sowie den Spritztouren am Urlaubort 125€. Im Vergleich für die gleiche Strecke hätte mein vorheriger 3er BMW ca. 120 Liter Diesel verbraucht, was alleine Kosten von über 240 € verursacht hätte, von den gesparten Parkgebühren einmal ganz abgesehen.
Reisen mit dem E-Auto auf der Langstrecke? Nach diesen 2.000 Kilometern sagen wir: Jederzeit gerne wieder!
